Junge Gewerkschafterinnen auf den Spuren der Frauengeschichte

Im Rahmen einer Jugendvertrauenskonferenz der ÖGJ  informierten sich am 30.10.2020 neun Jugendvertrauensrätinnen aus Wien, OÖ und der Steiermark  beim gewerkschaftlichen Frauenspaziergang über die Arbeits-, Wohn-, bildungs- und gesellschaftspolitischen

Bedingungen von Frauen im 19., 20. und 21. Jahrhundert. Eine 2. Gruppe von JVRs war ebenfalls gleichzeitig auf diesem Rundgang unterwegs.  Im Rahmen dieses Spazierganges erzählten die jungen Frauen auch über ihre Erlebnisse und  Werthaltungen  in ihrem beruflichen und privaten Umfeld im Umgang mit Frauen.  Besonders die Erfahrungen in einem technischen Beruf wurde von allen intensiv diskutiert.

Danke an Barbara Weber vom VÖGB für die Vermittlung.

Gewerkschaftlicher Stadtrundgang

11 JugendvertrauensrätInnen begeben sich auf Spurensuche der ÖGB-Gründung am 30. Oktober 2020

Die Gründung des ÖGB im April 1945, in Wien wurde noch gekämpft und GewerkschafterInnen begannen einen Gewerkschaftsbund nach den Greueltaten des Faschismus zu formen. Rosa Jochmann sagte dazu 1946:

Wenn wir die Entwicklung der Arbeiterschaft Österreichs betrachten, dann müssen wir sagen, dass es die Arbeiter waren, welche die größten Opfer während der Zeit des Krieges und Faschismus brachten. In der gegenwärtigen Zeit, der schweren Nachkriegszeit, sind wieder die Arbeiter von der Not am meisten betroffen. Wir wissen, dass der größte Teil unserer Bevölkerung hungert. Es hungert der Arbeiter am Amboß, es hungert die Frau bei der Landarbeit.

Rosa Jochmann, 1946

ArbeiterInnengeschichte am Zentralfriedhof

Der VÖGB veranstaltete am 22. Oktober 2020 in Zusammenarbeit mit unserem Verein einen Rundgang zur ArbeiterInnengeschichte am Zentralfriedhof

Die Gruppe am Mahnmal der Gemeinde Wien “ den Opfern für ein freies Österreich von 1934 bis 1945″

Ein herzliches Dankeschön an Koll. Barbara Weber vom VÖGB für die Organisation dieses Rundgangs.

Stadtspaziergang – Widerstand und Revolution

Am Samstag, den 10. Oktober 2020 meldeten sich soviele TN-Innen zum Stadtspaziergang, dass wir zwei Gruppen machten. Eine Gruppe startete am Heldenplatz und die zweite Gruppe am Sigmund-Freud-Park. Herzlichen Dank an Koll. Barbara Weber, Kulturlotsin im VÖGB, die im VÖGB-Programm ebenfalls diesen Rundgang beworben hat. Folgende Stationen umfasste der Stadtspaziergang:

  • Erste Streikbewegungen in der Monarchie im 18. Jhdt. durch Schuhmachergesellen
  • Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz
  • Erster Wiener Frauenverein 1848
  • Schulreformer Otto Glöckel
  • Denkmal der Republik
  • Grete-Rehor-Park und 100 Jahre Frauenwahlrecht
  • Justizpalastbrand im Juli 1927
  • Austrofaschismus im Februar 1934
  • Universität Wien
  • Refugees-Protest-Camp im Sigmund Freud-Park

Stadtspaziergang Brigittenau – 2

Im Bezirksmuseum Brigittenau aufgenommen

Am Samstag, den 3. Oktober 2020 veranstalteten wir gemeinsam mit der VHS-Brigittenau den zweiten Teil unseres Stadtspaziergangs 120 Jahre Brigittenau. Folgende Stationen bildeten den Schwerpunkt:

  • Janecek-Hof und das Wirken von Johann Janecek
  • Blum-Hof und das Leben von Robert Blum
  • Lorenz Böhler Krankenhaus und AUVA
  • Jüdisches Leben in Brigittenau
  • Betriebe in der Brigittenau – Eisfabrik, NÖM, Czeija & Nissl, Kremenezky, usw.
  • Tschechische Zuwanderung
  • Meldemannstrasse
  • Höchstädtplatz

Spaziergang – Widerstand und Revolution

10. Juli 2020 – brütende Hitze über dem Heldenplatz – in der barockenen Eingangshalle zur Nationalbibliothek in der Neuen Burg treffen sich Geschichtsinteressierte, um jene AkteurInnen kennen zu lernen, die oftmals von den Herrschenden gequält, eingesperrt und getötet wurden. Ihr Einsatz und und Engagement, ihr Glaube an eine bessere Welt und ihre Opfer sind die Grundpfeiler unserer heutigen Demokratie. WO und WIE werden sie gewürdigt? Unser Spaziergang ist der Versuch einer später Würdigung ihres Kampfes für eine bessere Welt.

Am Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz


Und ich habe gelernt, dass es durchaus in Ordnung – und sogar gewollt – ist, das Denkmal für die Opfer der NS-Justiz am Ballhausplatz zu erklimmen. Ich habe das in der Vergangenheit immer als falsch empfunden und habe sogar andere davon abgehalten die Stufen zu besteigen. Jetzt habe ich aber verstanden, dass es durchaus in der Intension des Künstlers war den schwierigen Weg zu gehen um dann zwar alleine aber doch gemeinsam zu sein.

Dieter Preinerstorfer in seinem Facebook-eintrag

Herzlichen Dank an Brigitte Drizhal, Kathrin Niedermoser, Elisabeth Luif, Lukas Neissl und Werner Drizhal für die Konzeption des Rundgangs. Ein großes Dankeschön an die TeilnehmerInnen für das engagierte Mitdiskutieren.

Der nächste Rundgang findet am 10. Oktober 2020 statt. Anmeldungen an rote.spuren@chello.at.

120 Jahre Brigittenau 2

Bei diesem Spaziergang haben wir uns auf die Suche nach den Lebensumständen, die unsere Vorfahren in der Brigittenau geprägten, begeben. Wir erforschten gemeinsam die Geschichte unserer Großväter und Großmütter und deren Vorfahren. In welchen Betrieben haben sie gearbeitet? Woher kamen sie? Wohin mussten sie fliehen vor dem Austrofaschismus und den Nazis? Wer wurde verfolgt und in die Todeslager abtransportiert? Wer hat hier in der Brigittenau Widerstand geleistet und die Demokratie verteidigt? Wer opferte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Elisabeth Luif erläutert hier das Mahnmal, das den Opfern und Kämpfern gegen faschistische Gewaltherrschaft, Rassismus und Krieg gewidmet ist.

11 TeilnehmerInnen machten sich mit uns auf die Spurensuche.Wir konnten sogar zwei Gäste aus Erfurt begrüßen. Herzlichen Dank an Elfi und Heinz Strobel für die Einführungen in den Bezirk. Ein Dankeschön an die Veranstalter der VHS Brigittenau vor allem Kathrin Niedermoser. Ganz besonderer Dank an jene, die den Rundgang konzipiert haben Elisabeth Luif, Brigitte, Peter und Werner Drizhal.

120 Jahre Brigittenau

Rundgang am 20. Juni 2020 in Kooperation mit der VHS-Brigittenau

Kathrin Niedermoser begrüßte im Namen der VHS-Brigittenau die 10 motivierten TeilnehmerInnen, die trotz des stürmischen Wetters zum Rundgang kamen. Sissi, Peter, Brigitte und Werner vom Verein Rote Spuren fungierten beim ersten Rundgang als Guides durch die Brigittenau. Sie waren auch jene, die den Rundgang inhaltlich konzipiert haben.

Hier die Gruppe am Höchstädtplatz vor dem Mahnmal, das an die „Opfer und Kämpfer gegen faschistische Gewaltherrschaft, Rassismus und Krieg“ erinnert.

Immer wieder stellten die TeilnehmerInnen persönliche Betroffenheit zum Rundgang her. „Mein“ Kindergarten, der Druckereibetrieb, wo ich vor 49 Jahren Schriftsetzer gelernt habe – feine Impressionen aus der Gruppe. Die heutige Route führte uns zum:

  • Höchstädtplatz – Mahnmal für die Opfer und Kämpfer gegen Faschistische Gewaltherrschaft – Globusverlag – Denkmal Johann Koplenig – Betriebe in Brigittenau (Kühler- und Metallwarenfabrik Leopold Fischer GmbH, die Gebrüder Hardy, Wabco Westinghouse Apparatebau, NÖM)
  • Meldemannstrasse – ehemaliges Männerledigenheim
  • Stromstrasse – ehemaliges Entbindungsheim (später Brigittaspital) – Deportation von Anna und Eduard Schleifer
  • Winarsky-Hof – tschechische Zuwanderung
Winarsky-Hof
  • Haas Hof – Wohnbau im Roten Wien
  • Jüdisches Leben in Zwischenbrücken beim Stein der Erinnerung beim ehemaligen Bethaus
  • Lorenz Böhler Krankenhaus – AUVA – Glühlampenfabrik Johann Kremenetzky, Ravag, Vereinigte Eisfabriken und Kühlhallen GmbH

Ein herzliches Dankeschön an die TeilnehmerInnen, die trotz des widrigen Wetters (starker Regen ab der Hälfte des Rundgangs) uns beim Erforschen der Geschichte begleiteten.

Die Dohnal

Ein Film von Sabine Derflinger im Gartenbaukino am 8.März 2020

Fünf Mitglieder unseres Vereins besuchten die Vorstellung am Internationalen Frauentag, die von der SPÖ-Frauenvorsitzenden Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet wurde. Im Anschluss an den Film interviewte Anneliese Rohrer die Regisseurin Sabine Derflinger.

Rundgang zum Internationalen Frauentag am 7. März 2020

Brigitte Drizhal begrüsste im Namen des Vereins „Rote Spuren“ die 12 TeilnehmerInnen zum Politischen Spaziergang „Frauenpower, die die ArbeiterInnenbewegung prägte“ am 7. März nachmittags beim Tor 3 im Zentralfriedhof.
Beim Rundgang konnten wir auch eine Kollegin begrüssen, die den „Rosa-Jochmann-Preis“ in Burgenland bekam.
Bild: links oben: Ella Lingens – rechts oben: Rosa Jochmann