
Die Brigittenau als Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt



Die Gründung des ÖGB im April 1945, in Wien wurde noch gekämpft und GewerkschafterInnen begannen einen Gewerkschaftsbund nach den Greueltaten des Faschismus zu formen. Rosa Jochmann sagte dazu 1946:
Wenn wir die Entwicklung der Arbeiterschaft Österreichs betrachten, dann müssen wir sagen, dass es die Arbeiter waren, welche die größten Opfer während der Zeit des Krieges und Faschismus brachten. In der gegenwärtigen Zeit, der schweren Nachkriegszeit, sind wieder die Arbeiter von der Not am meisten betroffen. Wir wissen, dass der größte Teil unserer Bevölkerung hungert. Es hungert der Arbeiter am Amboß, es hungert die Frau bei der Landarbeit.
Rosa Jochmann, 1946

Ein herzliches Dankeschön an Koll. Barbara Weber vom VÖGB für die Organisation dieses Rundgangs.

Am Samstag, den 10. Oktober 2020 meldeten sich soviele TN-Innen zum Stadtspaziergang, dass wir zwei Gruppen machten. Eine Gruppe startete am Heldenplatz und die zweite Gruppe am Sigmund-Freud-Park. Herzlichen Dank an Koll. Barbara Weber, Kulturlotsin im VÖGB, die im VÖGB-Programm ebenfalls diesen Rundgang beworben hat. Folgende Stationen umfasste der Stadtspaziergang:


Am Samstag, den 3. Oktober 2020 veranstalteten wir gemeinsam mit der VHS-Brigittenau den zweiten Teil unseres Stadtspaziergangs 120 Jahre Brigittenau. Folgende Stationen bildeten den Schwerpunkt:

10. Juli 2020 – brütende Hitze über dem Heldenplatz – in der barockenen Eingangshalle zur Nationalbibliothek in der Neuen Burg treffen sich Geschichtsinteressierte, um jene AkteurInnen kennen zu lernen, die oftmals von den Herrschenden gequält, eingesperrt und getötet wurden. Ihr Einsatz und und Engagement, ihr Glaube an eine bessere Welt und ihre Opfer sind die Grundpfeiler unserer heutigen Demokratie. WO und WIE werden sie gewürdigt? Unser Spaziergang ist der Versuch einer später Würdigung ihres Kampfes für eine bessere Welt.

Dieter Preinerstorfer in seinem Facebook-eintrag
Und ich habe gelernt, dass es durchaus in Ordnung – und sogar gewollt – ist, das Denkmal für die Opfer der NS-Justiz am Ballhausplatz zu erklimmen. Ich habe das in der Vergangenheit immer als falsch empfunden und habe sogar andere davon abgehalten die Stufen zu besteigen. Jetzt habe ich aber verstanden, dass es durchaus in der Intension des Künstlers war den schwierigen Weg zu gehen um dann zwar alleine aber doch gemeinsam zu sein.
Herzlichen Dank an Brigitte Drizhal, Kathrin Niedermoser, Elisabeth Luif, Lukas Neissl und Werner Drizhal für die Konzeption des Rundgangs. Ein großes Dankeschön an die TeilnehmerInnen für das engagierte Mitdiskutieren.
Der nächste Rundgang findet am 10. Oktober 2020 statt. Anmeldungen an rote.spuren@chello.at.
Bei diesem Spaziergang haben wir uns auf die Suche nach den Lebensumständen, die unsere Vorfahren in der Brigittenau geprägten, begeben. Wir erforschten gemeinsam die Geschichte unserer Großväter und Großmütter und deren Vorfahren. In welchen Betrieben haben sie gearbeitet? Woher kamen sie? Wohin mussten sie fliehen vor dem Austrofaschismus und den Nazis? Wer wurde verfolgt und in die Todeslager abtransportiert? Wer hat hier in der Brigittenau Widerstand geleistet und die Demokratie verteidigt? Wer opferte sein Leben im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

11 TeilnehmerInnen machten sich mit uns auf die Spurensuche.Wir konnten sogar zwei Gäste aus Erfurt begrüßen. Herzlichen Dank an Elfi und Heinz Strobel für die Einführungen in den Bezirk. Ein Dankeschön an die Veranstalter der VHS Brigittenau vor allem Kathrin Niedermoser. Ganz besonderer Dank an jene, die den Rundgang konzipiert haben Elisabeth Luif, Brigitte, Peter und Werner Drizhal.
Kathrin Niedermoser begrüßte im Namen der VHS-Brigittenau die 10 motivierten TeilnehmerInnen, die trotz des stürmischen Wetters zum Rundgang kamen. Sissi, Peter, Brigitte und Werner vom Verein Rote Spuren fungierten beim ersten Rundgang als Guides durch die Brigittenau. Sie waren auch jene, die den Rundgang inhaltlich konzipiert haben.

Immer wieder stellten die TeilnehmerInnen persönliche Betroffenheit zum Rundgang her. „Mein“ Kindergarten, der Druckereibetrieb, wo ich vor 49 Jahren Schriftsetzer gelernt habe – feine Impressionen aus der Gruppe. Die heutige Route führte uns zum:

Ein herzliches Dankeschön an die TeilnehmerInnen, die trotz des widrigen Wetters (starker Regen ab der Hälfte des Rundgangs) uns beim Erforschen der Geschichte begleiteten.

Fünf Mitglieder unseres Vereins besuchten die Vorstellung am Internationalen Frauentag, die von der SPÖ-Frauenvorsitzenden Gabriele Heinisch-Hosek eröffnet wurde. Im Anschluss an den Film interviewte Anneliese Rohrer die Regisseurin Sabine Derflinger.

Brigitte Drizhal begrüsste im Namen des Vereins „Rote Spuren“ die 12 TeilnehmerInnen zum Politischen Spaziergang „Frauenpower, die die ArbeiterInnenbewegung prägte“ am 7. März nachmittags beim Tor 3 im Zentralfriedhof.
Beim Rundgang konnten wir auch eine Kollegin begrüssen, die den „Rosa-Jochmann-Preis“ in Burgenland bekam.
Bild: links oben: Ella Lingens – rechts oben: Rosa Jochmann