Am 13. März konnten wir eine Gruppe der KAB Oberösterreich zum Rundgang in der Leopoldstadt begrüssen. Heinz, mit dem wir im Vorfeld alle organisatorischen Fragen klärten, eröffnete mit der Begrüßung den Rundgang.
Start bei der ehemaligen Wohnung von Karl Renner in den Jahren 1918 – 1938
Eva schildert hier die Entwicklung des heutigen Bezirk Leopoldstadt. Wir nutzen diese Station auch, um auf die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter bei der Donauregulierung hinzuweisen.
Ausgehend von einem Exklusivinterview mit dem 97-jährigen Abba Naor, der als Jugendlicher das KZ Dachau überlebte, wählte ich diese Überschrift für diesen Artikel. Seine zentrale Botschaft an die Schüler:innen ist auf oftmalige Frage “Was kann man tun” – MENSCH SEIN!
Fred Turnheim und sein Team haben einen bewegenden Film über die schrecklichen Ereignisse in den 1.634 nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager (incl. Außenlager) zusammengestellt.
In der FAKTory des ÖGB veranstalteten wir gemeinsam mit der ARGE für eine soziale und gerechte Gesellschaft diesen Filmabend. Manfred Arthaber als Hausherr startete die Veranstaltung mit seiner Einleitung. Nach dem Film gab es eine Diskussion mit dem Regisseur Fred Turnheim.
Basierend auf der Familiengeschichte der Familie Turnheim widmet sich der Film der verschiedenen Opfergruppen in den KZ-Lagern. Für mich erstmals wird hier filmisch auch die Opfergruppe der sogenannten “Kriminellen”, die nach ihren Haftstrafen ebenfalls in den Konzentrationslagern zu unmenschlicher Arbeit gezwungen und ermordet wurden, erwähnt.
In der Abschlussdiskussion kam auch die hervorragende Dramaturgie des Films zur Sprache. Sie führt trotz der “Grauslichkeiten und Schwere” der Ereignisse, in Verbindung mit den persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen der Interviewten dazu, dass das ERINNERN wichtig zum GESTALTEN unserer Gesellschaft ist. Bei mir persönlich folgte nach dem Schock des Gesehenen die Kraft und der Wille etwas zu TUN, gegen die abzeichnenden faschistoiden und faschistischen Tendenzen rund um uns. DANKE an die Familie Turnheim für ihr Engagement.
Von 21. bis 22. November besuchten 17 Mitglieder derRoten Spuren Krems. Am Nachmittag erwartete uns Edith Blaschitz in der UNI-Krems zu einer Führung durch die Ausstellung “Geschichte der Tabakfabrik Stein – zwischen Wohlfahrt und Widerstand”. Als Abschluss zeigte sie uns, die im Rahmen des Projekts “Kunst im öffentlichen Raum” entstandenen Mosaik- Teppiche. Karl Reder schaffte es trotz der einsetzenden Dunkelheit und zunehmender Kälte, Licht in die Geschichte um das Massaker in der Strafanstalt Stein im April 1945 zu bringen. Am Abend rund um das Abendessen gab es bei den Schilderungen von Robert Streibel die Gewissheit, dass Mut zur Aktion und Widerstand selbst schwerfällige Organisationen und Apparate in Bewegung setzt. Bei seiner Leseprobe zum “Wein des Vergessens” nahm er uns mit auf eine Fronleichnamsprozession im Jahr 1937.
Am 12. Vovember traf sich eine Gruppe Frauen am Zentralfriedhof zu einer “Frauen-Geschichte-Tour”. Eine der ersten Stationen war das Grab von Gabriele Possanner. Diese Frauen, deren Gedenkstätten besucht wurden kämpften für die Umsetzung der Menschenrechte. Für das Recht auf Leben, das Recht auf Schutz vor Folter oder das Recht zu wählen.
Vieles scheit so selbstverständlich, aber die heutigen Erfahrungen zeigen, es muss täglich dafür gekämpft werden.
Erstmals legten wir eine Gedenkkarte zur Führung auf.
In einer gmeinsame Initiative mit der VHS-Brigittenau besuchten wir die Gedenkstätte für Widerstandskämpfer:innen und Opfer des Nationalsozialismus bei der Gruppe 40 am Zentralfriedhof.
Herzlichen Dank an die Kolleg:innen in der VHS-Brigittenau für die Planung und Organisation der Veranstaltungen.
Wir besuchten den Grabstein von Anna Gräf (28. März 1925 – 11.Jänner 1944) Drei Wochen vor ihrer Gesellenprüfung, am 14. November 1942 wurde sie festgenommen. Nach der Verordnung zum Schutze gegen jugendliche Schwerverbrecher konnten Jugendliche wie Erwachsene behandelt und bestraft werden. Ab dem Sommer 1941 unterhielt sie Verbindungen zu KJV-Gruppen im 11. und 5. Bezirk in Wien, kassierte Mitgliedsbeiträge und gab verbotene Druckschriften weiter. Ebenfalls beteiligt war sie an der Sammlung von Feldpostanschriften und am Versand der Druckschrift “Der Soldatenrat” an Wehrmachtsangehörige, die zur Desertion aufgefordert wurden. Anna Gräf wurde am 11. Jänner 1944, rund zwei Monate vor ihrem 19. Geburtstag, im Landesgericht Wien hingerichtet.
Wir treffen eine Gruppe der Betriebsseelsorge Linz-Land am Höchstädtplatz in der Brigittenau zu einem Rundgang. Fritz Käferböck-Stelzer hat uns vor einigen Wochen mit der Anfrage zu diesem Rundgang kontaktiert. Meine persönlichen Kontakte reichen in die Jahre 1992/93 zurück, als ich ÖGB-Bezirkssekretär von Linz-Land war.
Peter schildert seine Erfahrungen und die Geschichte der Globus Druckerei
Am Beginn tauchte die Frage auf, weshalb der Platz Höchstädtplatz heißt. Brigitte ging dieser Frage nach. Die Gegend um den Platz wurde erst nach der 1868 – 1875 vorgenommenen Donauregulierung mit dem heutigen Straßennetz versehen. Benannt ist der Platz nach einer Schlacht bei Höchstädt, wo sich die Österreicher im Spanischen Erbfolgekrieg gegen die Bayern und Spanier durchsetzten.
Brigitte am Platz bei der Fachhochschule zur betrieblichen Entwicklung des Bezirks nach der Donauregulierung.
Am Samstag, den 18. Oktober konnten wir Renate und Herbert zu einer kleinen Führung am Urnenhain begrüßen. Wir betrachten den Urnenhain und die mit ihm verbundene Feuerhalle als Gemeindebau am Zentralfriedhof. Wir starteten bei der Gedenkstätte an die Freunde der Feuerbestatung.
Das politische Selbstverständnis vom Verein der Freunde der Feuerbestattung um 1950 war geprägt vom Antifaschismus und dem Gedenken an die Opfer der Nazi-Barbarei.
Franz Domes war der erste Präsident der Wiener Arbeiterkammer.
Ferdiand Hanusch war der erste Direktor der Wiener Arbeiterkammer.
Eine Gruppe von ver.di Niedersachsen aus Hannover hat sich mit uns zur Spurensuche über die Entwicklung der österreichischen Gewerkschaftsbewegung aufgemacht. Am Beginn erwähnten Michael die Anti-Deutsches Geschichtsbücher von Bert Engelmann „Wir Untertanen“. Das stellte sofort ein Verbindung her, denn das war eines der ersten Geschichtsbücher, die ich vor 50 Jahren gelesen hatte.
Im Volksgarten beim Denkmal für den ersten demokratischen Wiener Frauenverein, gegründet 1848.