Sommergespräche durch Geschichte und Gegenwart

Leben und Arbeiten am Wienerberg

Im Sommer 2024 bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Verein present:history unseren Spaziergang am Wienerberg an. Dank Sissi kommt es zu dieser erfolgreichen Kooperation.

Walter hier im Einsatz zu den Bauernkriegen

Rainer, Christian, Walter und Peter führten 26 Teilnehmer:innen in die Arbeiter:innengeschichte des Wienerbergs ein.

Darunter waren eine ehemalige Lehrerin, die uns auf das erstmalige allgemeine Frauenwahlrecht aufmerksam machte, ein deutscher Tourist, dessen in Wien studierender Sohn ihn auf unseren Rundgang aufmerksam machte – er zog dann Vergleiche mit der Wohnsituation in Deutschland und ehemalige Mitarbeiter:innen der Wiener Gebietskrankenkassa, die jahrzehntelang aus dem Burgenland auf den Wienerberg zum arbeiten kamen, und jetzt mit uns zum ersten Mal die andere Seite der Triester Straße kennenlernten. Diesmal gab es auch besonders viel Input der engagierten Gruppe, den wir auch gut für künftige Rundgänge verwenden können.

Ergänzung des Artikels von Peter Drizhal
Christian beim George-Washington-Hof

Arbeiten und Leben am Wienerberg – Tour 4

Heute 09:30 im Schatten der Tower am Wienerberg treffen sich Interessierte für einen Rundgang der Roten Spuren. Zügig treffen die Teilnehmer*innnen ein und nach einer kurzen Vorstellung der Proponent*innen der Tour startet Bruno L. mit seinen “Streik-Erfahrungen” in der ehemaligen Firma Wertheim. 30 Ohren folgen den Ausführungen über “wilde Streik”, intellegente Streikstartegien und den damaligen Auseinandersetzungen mit den Vorständen.

Brigitte unsere Vizevorsitzende hatte am Beginn eine “süße Überraschung”. Bei der Übersicht welche Firmen hier in Favoriten tätig waren, erwähnt sie die Firma Heller.
Dank technologischer Fortschritte und neuer Produktionsmethoden war Heller sehr erfolgreich.

1899 übersiedelte das Unternehmen in eine neu erbaute Fabrik nach Favoriten, dem 10. Wiener Gemeindebezirk. Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges waren im Unternehmen 1.500 Personen beschäftigt. Die Firma gilt als Erfinder des Wiener Zuckerl.
Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an das Deutsche Reich wurde das Unternehmen arisiert. Nach dem Krieg kehrten die ursprünglichen Eigentümer, zwischenzeitlich in die Vereinigten Staaten emigriert und dort eine neue Produktion aufbauend, wieder zum Wiener Traditionsunternehmen zurück.

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Arbeiten und Leben am Wienerberg – die erste Tour

Es war nur wenig Regen vorausgesagt. Von den angemeldeten 22 Teilnehmer:innen trotzten ein Drittel dem Wetter und machten sich mit uns auf den Weg. Es gab ein Überraschung – ein Zeitzeuge, der ehemalige Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrat, schilderte uns die Streik-Erlebnisse der Arbeitnehmer:innen Ende der 80er-Jahre.

Wir besetzten den Parkplatz mit Ausblick auf das ehemalige Werksgelände der Firma Wertheim.
Weiter im Rundgang

Premiere für den Rundgang “Arbeiten und Leben am Wienerberg”

Heute war Premierenrundgang für unsere Tour in die Geschichte zum “Arbeit und Leben” am Wienerberg. Neben den Proponent:innen (Entwickler:innen) konnten wir drei Gäste begrüßen. Kollegen, die hier ihre Jugend verbracht haben und einen ehemaligen Arbeiter der Wertheimwerke, der 35 Jahre seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hat.

Unsere Themen des Rundgangs

Grüne und blaue Arbeitskleidung

Wir orientieren uns an örtlichen Gegebenheiten und Bauwerken, tauchen in die Geschichte der Betriebe ein. Dazu hat Brigitte bisher zwei ausführliche Interviews mit dem ehemaligen Angestelltenbetriebsratsvorsitzenden Bruno Leitsmüller geführt. Am Rundgang selbst hat uns koll. Koller, der 35 Jahre in der Fa. Wertheim arbeitete viele Details aus seinem arbeitsleben erzählt. Als die Firmen Schindler (blaue Arbeitskluft) und Wertheim (grüne Arbeitskluft) getrennt Wege gingen, veränderte sich das “Betriebsleben” der “Wertheimer” zusehends.

Von der Fa. Wertheim sind nur mehr die Spuren der Einfahrt zu sehen. Auf einem Teil des ehemaligen Betriebsgelände steht heute eine Supermarkt.
Fa. Schindler
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