Iş, grad, migrace

Eine Stadtwanderung auf den umkämpften Spuren von Arbeit und Migration gestern und heute

Die ersten Teilnehmer:innen treffen bereits um 08:20 ein und machen sich auf die Suche nach einem Morgenkaffee. Um knapp nach 09:00 begrüßen Daniela und Philip die Teilnehmer:innen zum Rundgang. Die Wettervorhersage meint es gut mit uns, denn von 09:00 bis 15:00 dürfte es eine Regenpause geben ideal für uns.

Kübra, Isabella, Brigitte, Werner, Katarzyna begleiten die Gruppe, u, bei den einzelnen Stationen Inputs zu den Themen der Wanderung zu geben.

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Geschichte bei Regen und Marathon

Am Nachmittag waren wir mit einer tollen Gruppe in Sachen SOKO-Habsburg unterwegs. Wie üblich starteten wir beim Denkmal von “Maria Theresia”. Kurz nach Beginn suchten wir wegen des heftigen Regen Schutz bei der Einfahrt des Kunsthistorischen Museum. Hier störte sich ein Portier:in daran, dass wir im Eingang standen zwar niemanden behinderten, dies aber nicht öffentlicher Raum sei. Darauf hin wurden die großen Tore verschlossen und wir standen wir Torwächter:innen vor dem Haus.
Angenehmer war es bei Franz Josef I. hier schafften wir die Station halbwegs regenfrei. Bei Joseph II flüchteten wir in die Hofburg, denn es schüttete richtig.
Wegen des schlechten Wetters gab es dann noch eine Kurzzusammenfassung der nächsten Stationen und wir beendeten die Geschichtetour. Herzlichen Dank an alle, dass sie mit uns den widrigen Bedingungen getrotzt haben.

Pogrome der Habsburger

“Geschichtemarathon” der PRO-GE Oberösterreich

Bei nasskalten Wetter trafen sich interessierte Kolleg:innen einen Tag vor dem Wien-Marathon zu einem “Geschichtemarathon” am Ring in Wien. Marathon deshalb, weil wir in derGeschichte der Arbeitnehmer:innenbewegung in der Mitte des 19. Jahrhundert starteten und Ereignisse in den folgenden 100 Jahren streiften.

Unsere Stationen

Zu den einzelnen Stationen

Gewerkschaftsschule Tirol auf Studienreise in Wien

Ein Abend pro Woche und mehrer Wochenende lernen Betriebsrät:innen, Personalvertreter:innen, Vertrauensleute des ÖGB-Tirol voneinander und tauschen Erfahrungen aus. Ein wichtiger Beitrag ist die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte. Welche Arbeits- und Lebensbedingungen hatten unsere Vorfahren und was lernen wir daraus. Mehr als 20 Forscher:innen begaben sich auf Spurensuche.

Von den Seidenarbeiterinnen unter Maria Theresia, bis zu den Opfern der blutigen Schlachten der Habsburger, der Unterdrückung der Bauern, der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung beschäftigte uns die Frage haben die Habsburgerherrscher “Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen?”

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Gewerkschaftliche Frauengeschichte

Ein frauenpolitischer Rundgang des VÖGB mit Kolleg:innen von Jugend am Werk

Die Teilnehmer:innen am Platz der Menschenrechte

Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin

Präambel:
Wir, Mütter, Töchter, Schwestern, Vertreterinnen der Nation, verlangen, in die Nationalversammlung aufgenommen zu werden. In Anbetracht dessen, dass Unkenntnis, Vergessen oder Missachtung der Rechte der Frauen die alleinigen Ursachen öffentlichen Elends und der Korruptheit der Regierungen sind, haben wir uns entschlossen, in einer feierlichen Erklärung die natürlichen, unveräußerlichen und heiligen Rechte der Frau darzulegen, damit diese Erklärung allen Mitgliedern der Gesellschaft ständig vor Augen ist…1

Zu den Stationen der Führung

Geschichte der Arbeiter:innenbewegung am Zentralfriedhof

Samstag Nachmittag bei Sonnenschein, ideale Voraussetzungen in die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung einzutauchen. Diemal mit der jüngsten Teilnehmerin überhaupt. Danke an die Eltern und Großeltern.

Beim Gehen von Denkmal , zu Gedenktafel und beim Innehalten vor Gräbern,
beim Nachdenken über Lebensschicksale und Todesarten,
über die Grausamkeiten der Täter, über die Schmerzen und das Leid der Opfer
wird der Zentralfriedhof für mich ein Höllenschlund und ein Ort der Erkenntnis zugleich.
In mir wächst eine Gewissheit, dass die Kräfte jener Menschen die Widerstand gegen Autokraten, Monarchen, Austrofaschisten und die Nazidiktatur leisteten weiter wachsen wird in uns, wenn wir an sie gedenken und ihre Geschichten weiter tragen.1


Zu den Stationen des Rundgangs

Internationaler Frauentag 2024

Man muss nur den Mut haben, alles auf die Spitze zu treiben. Wer ausweicht, weicht sich selbst aus, und wer sich selbst ausweicht, der findet sich nicht.1


Ein frauenpolitischer Rundgang des VÖGB mit Kolleg:innen von Jugend am Werk

Die Gruppe am Johanna Dohnal – Platz

Emilie Flöge erlernte die Schneiderei. Mit ihren beiden Schwestern Helene und Pauline betrieb sie zunächst in der Neubaugasse einen Modesalon. 1904 übersiedelte die Werkstätte in die Casa piccola (Mariahilfer Strasse), in der die Schwestern am 1. Juli den Modesalon “Schwestern Flöge” eröffneten.
Sie war eine Vertreterin der Reformmode. Diese Mode zeichnete sich durch eine radikale Verweigerung des bis dahin obligatorischen Korsetttragens, also des engen Schnürens der Taille, aus. Eine “Befreiung” der Frauen aus den “gesellschaftlichen Einengungen”.

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Lesung der lange Schatten des Faschismus

Die 90. Wiederkehr der Ereignisse des Februar 1934 war für uns der Ausgangspunkt für unsere Überlegungen für eine Lesung. Ein Interview mit einem befreundeten General am Wörthersee von G.E.R. Gedye, englischer Journalist und Berichterstatter vom “Daily Telegraph” in seinem Buch “Gefallene Bastionen” hat uns motiviert mit den Errungenschaften des Roten Wien zu beginnen.

„Eines Tages werden wir mit der Geschichte in Wien ein Ende machen, so oder so. Parkettböden und Duschbäder für Arbeiter, na freilich — warum nicht gleich Perserteppiche im Schweinestall und die Sau mit Kaviar füttern?“

Mehr Informationen zum Abend und die Videos der Lesung gibt es hier …

Rote Spuren Brunch – Demokratie versus Autokratie

Nach einem Brunch und einer Kennenlernrunde starteten wir in eine Einzelarbeit. Maxa und ich sammelten Zitate zum Thema Demokratie, die uns zum Einstieg in die Diskussion mit der Frage “Was ist Demokratie” dienten.

“Diktaturen sind Einbahnstraßen. In Demokratien herrscht Gegenverkehr.”
Alberto Moravia, Schriftsteller (1907-1990)
“Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.”
Voltaire, Schriftsteller und Philosoph (1694-1778)
“Wenn einer steuert, und ein anderer bremst, und trotzdem kein Unfall passiert.”
Wolfram Weidner, Journalist (geb. 1925)
“Unter Demokratie verstehe ich, dass sie dem Schwächsten die gleichen Chancen einräumt wie dem Starken.”
Mahatma Gandhi, Politiker und Philosoph (1869-1948)
“Es ist eine ewige Erfahrung, dass jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu missbrauchen. Er geht so weit, bis er Schranken findet.”
Montesquieu, Staatsphilosoph (1689-1755)
“Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.”
Rosa Luxemburg, Politikern (1871-1919)
“Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft.”
Jean-Jacques Rousseau, Staatsphilosoph (1712-1778)
Demokratie: die Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.
Abraham Lincoln
Wahlen allein machen noch keine Demokratie.
Barack Obama
Die Teilnehmer:innen hatten die Aufgabe jene Zitate auszuwaählen, die aus ihrer Sicht die Demokratie am besten beschreiben und sich dafür Begründungen zu überlegen
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Ein Spaziergang durch den Zentralfriedhof

Seit langem wieder eine Tour im Schnee. Trotz der winterlichen Bedingungen konnten wir pünktlich um 13:00 Uhr unsere Tour zu den Gedenkstätten der Arbeiter:innenbewegung starten. Zügig erreichten wir das Denkmal zur Erinnerung an die Bürgerliche Revolution 1848.
Nach Auflassung der Kommunalfriedhöfe 1888 wurden die Gebeine von 23 Gefallenen am 6. September 1888 exhumiert und samt Denkmal auf den Zentralfriedhof überführt.1 Die Liste der Opfer findet man unter dem Link bei der Fußnote unter den Quellenangaben.

Wiener Zeitung am 16. März 18482

Informationen zu 1848

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