Man muss nur den Mut haben, alles auf die Spitze zu treiben. Wer ausweicht, weicht sich selbst aus, und wer sich selbst ausweicht, der findet sich nicht.1

Ein frauenpolitischer Rundgang des VÖGB mit Kolleg:innen von Jugend am Werk


Emilie Flöge erlernte die Schneiderei. Mit ihren beiden Schwestern Helene und Pauline betrieb sie zunächst in der Neubaugasse einen Modesalon. 1904 übersiedelte die Werkstätte in die Casa piccola (Mariahilfer Strasse), in der die Schwestern am 1. Juli den Modesalon „Schwestern Flöge“ eröffneten.
Sie war eine Vertreterin der Reformmode. Diese Mode zeichnete sich durch eine radikale Verweigerung des bis dahin obligatorischen Korsetttragens, also des engen Schnürens der Taille, aus. Eine „Befreiung“ der Frauen aus den „gesellschaftlichen Einengungen“.
















Das erste Angebot des Vereins Rote Spuren war vom TN-Innen-Interesse ein toller Erfolg. 36 interessierte Menschen trafen sich am Internationalen Frauentag um 14:00 am Tor 3 des Zentralfriedhofs in Wien. Der kalte Wind und die dunklen Wolken, passend zu den derzeitigen politischen Vorhaben der Bundesregierung, schreckten uns nicht ab, sich mit den Ereignissen der ArbeiterInnengeschichte auseinanderzusetzen. Am Grab von Adelheid Popp konnten wir den Autor des Buches „Ich fürchte niemanden“ – Gernot Trausmuth – begrüßen. Er gab uns eine tolle Übersicht über das politische Leben von Adelheid. Bei einem Rundgang, wo jede Station eine Herzensangelegenheit ist wird es auch länger, weil es immer wieder noch etwas zu sagen gibt. Für diese Verlängerung des Rundgangs entschuldigen wir uns bei den TeilnehmerInnen. Einige sind nach dem Rundgang direkt zur Demo gefahren. Einen Dank auch an Pia Lichtblau und Brigitte Drizhal, die viel Zeit für die inhaltliche Vorbereitung aufwendeten. Bei Alexander Kobinger bedanken wir uns für die Fotos, die er uns für den Blog zur Verfügung gestellt hat.